Eine der wichtigsten historischen Veröffentlichungen zu Trans* ist sicherlich Magnus Hirschfelds 1910 erschienenes Buch „Die Transvestiten“, in dem er den bis heute bekannte Begriff geprägt hat und in dem er ausführlich verschiedene Trans*-Varianten in den Wissenschaftsbetrieb einführt (bzw. in der Breite bekannt macht). In vielen nachfolgenden Werken über Trans* wurde Hirschfeld zitiert.

Leider ist sein Buch heutzutage sehr selten, durch die Zerstörung seines Instituts für Sexualwissenschaft, die zwölf Jahre NS-Zeit und die Zerstörungen des Krieges haben wohl nicht allzu viele Exemplare die Zeitläufte überstanden.

Auch in meiner Sammlung fehlte Hirschfelds Klassiker lange Zeit. Allzu viele Bibliotheken haben ihn nicht, antiquarisch taucht er nur alle paar Monate mal auf, und dann muss man recht viel Geld dafür auf den Tisch legen. Letztes Jahr hatte ich dann das Glück, dass ich bei Ebay ein Exemplar der 2. Auflage von 1925 ersteigern konnte.

Hirschfeld 1925

Damit auch andere Interessierte einen Blick in diesen Meilenstein der Trans*-Geschichte werfen können, hatte ich mich schon zuvor entschlossen, das Buch einzuscannen, eine Freundin lieh es mir dankbarerweise aus; bei 562 Seiten durchaus eine Fleißarbeit. Hoffentlich eine lohnende!

Ab sofort ist das Buch als Digitalisat hier verfügbar und kann im PDF-Format heruntergeladen werden. Der Textinhalt ist durchsuchbar. Achtung: Die Datei ist 233 MB groß! Download: Hirschfeld_Die_Transvestiten_1925.

Weitere digitalisierte Werke von Hirschfeld findet man übrigens in den Digitalen Sammlungen der HU Berlin und bei archive.org.

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