An mein jüngeres Selbst

Heute fand ich durch eine Freundin ein wunderbares Video: 8 Trans-Personen sprechen zu ihrem jüngeren Selbst:

Was würde ich zu meinem jüngeren Selbst sagen? Zu mir selbst, als ich 18 Jahre alt war und nicht wusste, was aus mir werden soll? Als ich 23 war und weder ein noch aus wusste mit meinem So-sein?

Wohl etwas wie das:

Warte nicht so lang! Gehe den Weg. Deinen Weg. Er ist es wert. Ja, du wirst einen Preis zahlen, natürlich, aber du wirst es nicht eine Sekunde lang bereuen. Sei, wer du bist, schäm dich nicht, hab nicht so viel Angst, verzweifle nicht. Bleib am Leben. Dein Leben wartet auf der anderen Seite.

Hirschfelds Klassiker „Die Transvestiten“ geht online!

Eine der wichtigsten historischen Veröffentlichungen zu Trans* ist sicherlich Magnus Hirschfelds 1910 erschienenes Buch „Die Transvestiten“, in dem er den bis heute bekannte Begriff geprägt hat und in dem er ausführlich verschiedene Trans*-Varianten in den Wissenschaftsbetrieb einführt (bzw. in der Breite bekannt macht). In vielen nachfolgenden Werken über Trans* wurde Hirschfeld zitiert.

Leider ist sein Buch heutzutage sehr selten, durch die Zerstörung seines Instituts für Sexualwissenschaft, die zwölf Jahre NS-Zeit und die Zerstörungen des Krieges haben wohl nicht allzu viele Exemplare die Zeitläufte überstanden.

Auch in meiner Sammlung fehlte Hirschfelds Klassiker lange Zeit. Allzu viele Bibliotheken haben ihn nicht, antiquarisch taucht er nur alle paar Monate mal auf, und dann muss man recht viel Geld dafür auf den Tisch legen. Letztes Jahr hatte ich dann das Glück, dass ich bei Ebay ein Exemplar der 2. Auflage von 1925 ersteigern konnte.

Hirschfeld 1925

Damit auch andere Interessierte einen Blick in diesen Meilenstein der Trans*-Geschichte werfen können, hatte ich mich schon zuvor entschlossen, das Buch einzuscannen, eine Freundin lieh es mir dankbarerweise aus; bei 562 Seiten durchaus eine Fleißarbeit. Hoffentlich eine lohnende!

Ab sofort ist das Buch als Digitalisat hier verfügbar und kann im PDF-Format heruntergeladen werden. Der Textinhalt ist durchsuchbar. Achtung: Die Datei ist 233 MB groß! Download: Hirschfeld_Die_Transvestiten_1925.

Weitere digitalisierte Werke von Hirschfeld findet man übrigens in den Digitalen Sammlungen der HU Berlin und bei archive.org.

Die Namensgeberin meiner Website kommt als „The Danish Girl“ ins Kino!

Diese Woche, nämlich am 7. Januar 2016, kommt „The Danish Girl“ in die deutschen Kinos. Erzählt wird darin die Geschichte von Lili Elbe.

Ich bin sehr gespannt auf den Film, der nach etlichen Jahren jetzt zu sehen ist. Bei IMDB konnte man beobachten, wie der geplante Erscheinungstermin Jahr um Jahr verschoben wurde, irgendwann war z.B. auch mal Nicole Kidman für die Rolle der Lili im Gespräch.

Der Film geht auf den Fall von Lili Elbe zurück, nach dem ich auch meine Website benannt habe. Das erste Buch über Lili Elbe ist 1932 unter dem Titel „Ein Mensch wechselt sein Geschlecht. Eine Lebensbeichte.“ erschienen, diese Autobiografie war die erste bekannt gewordene einer Transfrau, wie wir heute sagen würden (damals war der Begriff „transsexuell“ im heutigen Sinn nicht bekannt bzw. nicht gebräuchlich). Streng genommen ist es keine Autobiographie, der eigentliche Autor Niels Hoyer (ein Pseudonym für Ernst Harthern) ist als Herausgeber genannt, Lili war an den Folgen einer Operation verstorben. Weiterlesen

Gelesen und Gesehen – 2. Halbjahr 2012

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Schon ist wieder ein halbes Jahr vergangen! Der Herbst hat mir ein wunderbares Lauftraining mit neuen Bestzeiten auf Halbmarathon- und Marathondistanz beschert, und ich durfte einen phantastischen Urlaub am anderen Ende der Welt erleben.

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Nur sporadisch habe ich ein paar neue Bücher gelesen und Filme geschaut, die ich euch jetzt vorstellen möchte. Weiterlesen

Gelesen und Gesehen – 1. Halbjahr 2012

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Mit viel Elan machte ich mich im Winter über die Website her und übernahm fleißig die alten Inhalte aus dem GenderWunderLand, dazu ergänzte ich auch eine Menge Buch und Filmtitel. Doch dann gewann der Trainingsplan für die Triathlonsaison 2012 die Oberhand, und alles blieb liegen. Der Saisonhöhepunkt ist jetzt durch, und der Kopf mal wieder frei für alternative Interessen.

Im ersten Halbjahr 2012 sind mir zahlreiche interessante Bücher und Filme untergekommen, die vorzustellen sich lohnt. Sie sind zum größeren Teil nicht erst jetzt erschienen, für mich waren sie aber neu und damit eine Vorstellung wert. Und irgendwo muss ich ja mal anfangen, den Berg abzutragen 🙂

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