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Bibliographische Angaben

Die Fakten zum Buch:

  • Autoren: Lisa Anusch, Birgit Hillar, Hans Georg van Herste.
  • Titel: Der Traum von Freiheit.
  • Untertitel: Transsexualität – Transidentität. Hilfe für Menschen zwischen den Geschlechtern.
  • Verlag: Verlagshaus Hilby, o.O.
  • Erscheinungsjahr: 1. Auflage 2004.
  • ISBN: 3936564345.
  • Bindung: Taschenbuch, 127 Seiten.
  • Preis: 15 € (amazon.de).

Klappentext

Lisa Anusch lässt im ersten Teil diess Buches Elke, 42 und Johanna, 14, ihren Weg aus der Transidentitätskrise beschreiben. Sofort wird klar, dass familiäre Unterstützung und die Inanspruchnahme psychologischer Hilfe einen Leidensweg enorm erleichtern können.

Im zweiten Teil kommen dann die Diplom-Psychologin Birgit Hillar und der Diplom-Schmerztherapeut und Psychologe Hans Georg van Herste zu Wort. Sie zeigen auf, welche Möglichkeiten Betroffene haben, um in der Öffentlichkeit ein »normales« Leben führen zu können.

Dazu Johannas Mutter: »Hätte ich dieses Buch früher in meinen Händen gehalten, hätte ich mir viele Umwege erspart. Vieles wäre für mich und meine Tochter Johanna leicher gewesen.«

Kommentar (Laura)

Das Thema Transsexualität in der Jugend wird in dieser Publikation zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum in Buchform behandelt. Der interessante Bericht der 14-jährigen Johanna zeigt trotz all ihrer Schwierigkeiten, wieviel sich im Umgang mit Transsexuellen getan hat, vor allem im Unterschied zum Lebensweg der 42-jährigen Elke.

Im Unterschied zum lesenswerten autobiographischen ersten Teil enttäuscht der Informationsteil sehr. Zwar werden eine Reihe von Begriffen und »typischen« Problemen besprochen (wenn auch die neue Abkürzung »TSI« für Transidentität die schon allzu unklare Transgender-Begriffswelt weiter durcheinanderbringt). Der Reflexionsgrad ist jedoch allzu dürftig, ebenso das sprachliche Niveau. Und zu alldem gesellt sich die niedrige technische Qualität des Buches: kein Inhaltsverzeichnis, einige grobe typographische Fehler und – am unangenehmsten – die wirklich schlechte Einbandgestaltung.

Fazit: Der Verdienst um das Thema jugendliche Transsexualität wird durch die teilweise schlechte Umsetzung geschmälert – schade um die vertane Chance.

Weitere Kommentare

»In diesem Buch portätiert die Publizistin Lisa Anusch in autobiografischer Form zwei Transsexuelle: die 14jährige Johanna und die 42jährige Elke. Über Johanna haben Fernsehen und Presse in letzter Zeit mehrmals auf sehr einfühlsame Weise berichtet. Nicht nur sie selbst und ihre Familie, sondern auch die Ärzte haben ihre Transsexualität schon in diesem jungen Alter bestätigt. Sie lebt als Mädchen. Die Ärzte haben einer Hormonbehandlung zugestimmt, um die Vermännlichung durch die Pubertät aufzuhalten, ihr ein Leben als Mädchen zu ermöglichen und die spätere Operation zu erleichtern. Elke hat dagegen ein schweres Schicksal hinter sich. Das Buch zeigt auf, dass eine Transition in jungem Alter möglich ist. Es ist ein glaubwürdiges Plädoyer für Familienangehörige, ihre Kinder ohne Vorurteil bei der Findung einer neuen Geschlechtsrolle aktiv zu unterstützen.«   Anne

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